Afrikanische Staaten investieren in neue Goldscheideanstalten
Mehrere afrikanische Goldförderländer treiben den Ausbau ihrer heimischen Edelmetallindustrie voran und setzen dabei verstärkt auf eigene Goldscheideanstalten. Allein in diesem Jahr haben Sambia, Äthiopien, Burkina Faso, Nigeria und die Demokratische Republik Kongo neue Anlagen zur Verarbeitung von Gold in Betrieb genommen. Ziel ist es, einen größeren Teil der Wertschöpfung im eigenen Land zu halten und die bislang übliche Ausfuhr von Rohgold zur Weiterverarbeitung im Ausland zu reduzieren, berichtet Money Metals.Die neuen Scheideanstalten sollen demnach dazu beitragen, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, staatliche Einnahmen zu erhöhen und den Bergbausektor stärker in die nationale Wirtschaft zu integrieren. Besonders Sambia verbindet mit seiner neuen Anlage hohe Erwartungen. Dort kann Gold mit einem Reinheitsgrad von bis zu 99,99% verarbeitet werden, wodurch das Land seine Stellung in der regionalen Edelmetallwirtschaft stärken möchte.
Auch andere Staaten sehen den Aufbau eigener Scheidekapazitäten als wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Die Anlagen verfügen über umfangreiche Verarbeitungskapazitäten und sollen teilweise auch Gold aus benachbarten Ländern annehmen. Mit dem Ausbau moderner Goldscheideanstalten verfolgt die Region langfristig das Ziel, die Abhängigkeit von ausländischen Verarbeitungsbetrieben zu verringern und einen größeren Anteil der Erlöse aus dem Goldgeschäft im eigenen Land zu sichern.
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