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Uran – JETZT oder NIE! Warum der wahre Bullenmarkt erst noch bevorsteht!

02.11.2026  |  Uli Pfauntsch
Wir erleben im Oktober 2026 eine der schlimmsten Korrekturen der Uranaktien seit Beginn des Bullenmarkts in 2020. Der Sprott Uranium Miners ETF hat von seinem Allzeithoch im Januar rund -50% abgegeben, der Sprott Junior Uranium Miners ETF sogar knapp – 58%. Seit Beginn des Bullmarkts im August 2020 gab es nur zwei Korrekturen, die ähnlich brutal waren: -45,9% im Juli 2022 und -52,1% im April 2025.

Doch es sind weniger Privatanleger, die für den Ausverkauf verantwortlich waren, sondern vielmehr institutionelle Investoren wie Hedgefonds. Vieles deutet darauf hin, dass es im Oktober zu großumfänglichen Liquidationen aufgrund von Zwangsverkäufen (Margin Calls) kam. Gleichzeitig kommt zusätzlicher Druck von Shortsellern, deren Handelsalgorithmen gnadenlos Aktien leerverkaufen und das Short-Interest auf Rekordwerte hochtreibt. Die aggressiven Leerverkäufe trafen insbesondere Titel aus den Bereichen Seltene Erden, Uran und Small Modular Reactors (SMRs).

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Zahlreiche Titel aus dem Seltene-Erden-Sektor befinden sich unter den meist leerverkauften Aktien, allein der Van Eck Rare Earth ans Strategic Metals ETF verlor rund -55% vom Jahreshoch.

Einer der wichtigsten Aspekte, die es derzeit zu beobachten gilt, ist das Verhältnis zwischen dem langfristigen Uranpreis und dem Spotpreis für Uran, der aktuell bei etwa 91,50 US-Dollar liegt, während der langfristige Uranpreis mit 97,00 Dollar auf Allzeithoch notiert.

Historisch gesehen folgt der Spotpreis oft zeitversetzt, wenn der langfristige Uranpreis einen deutlichen Anstieg verzeichnet.

Der Terminmarkt (Long-Term-Markt) spiegelt in der Regel die Erwartungen der Branche hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Angebot und Nachfrage wider. Der Spotmarkt kann vorübergehend hinterherhinken, da er stärker von Liquidität, der Positionierung von Investoren und der kurzfristigen Marktstimmung beeinflusst wird.

Dies führt zu unübersichtlichen Phasen. Der Spotpreis stagniert, die Uranaktien korrigieren, doch die zugrundeliegenden Fundamentaldaten verbessern sich weiter.


Long-Term Allzeithoch, Uran-Spotpreis klettert auf 8-Monatshoch!

Der Uran-Spotpreis, der sich über die letzten Monate ohnehin weigerte, den Weg der Aktien mitzugehen, ist nun mit 92,50 Dollar/Pfund auf ein neues 8-Monatshoch geklettert und erreicht den höchsten Stand seit Februar! Wenn die Spotpreise unter niedrigem Volumen und während des negativen Marktumfelds nicht zurückkommen, sondern gegen den Trend zulegen, ist das ein klares Zeichen von Knappheit.

Zum Monatsende meldete Brennstoffberater UxC einen Anstieg des langfristigen Vertragspreis um +1 Dollar auf ein Rekordhoch von 97 Dollar je Pfund. Der langfristige Vertragspreis bei Conversion liegt bei 53 Dollar/Pfund, der Spotpreis bei 60 Dollar/Pfund. Anreicherung SWU langfristiger Vertragspreis bei 181 Dollar/Pfund, Spot SWU bei 215 Dollar/Pfund, was eine hohe Nachfrage der Versorger bei den Dienstleistungen zeigt, die nun voraussichtlich auch im Uran-Spotmarkt ankommen wird.

Für Uranunternehmen ein wichtiger Katalysator, da höhere Spotpreise die Stimmung verbessern, den Wert der Vermögenswerte steigern, die Position bei künftigen Vertragsverhandlungen stärken und wieder Kapital in den Sektor lenken.


Das Angebotsdefizit: Die Welt benötigt sehr viel mehr Uran, als produziert werden kann!

Rohstoffmärkte bieten oft dann die besten Chancen, wenn sich Kursentwicklung und Fundamentaldaten vorübergehend in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Der langfristige Vertragspreis für Uran hat ein neues Allzeithoch erreicht und damit die Niveaus des vorangegangenen Uran-Zyklus übertroffen. Dies ist eines der stärksten Signale, die der Markt liefern kann, da der langfristige Preis das Ergebnis echter Verhandlungen zwischen Betreibern von Kernkraftwerken und Uranlieferanten widerspiegelt.

Während das Kind (Uranaktien) mit dem Badewasser (gesamten Minenkomplex) ausgeschüttet wurde, ist die fundamentale Marktlage stärker als jemals zuvor. Betreiber von Kernkraftwerken kaufen Uran nicht, um von einem Rohstofftrend zu profitieren. Sie kaufen Uran, weil Reaktoren über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich betrieben werden müssen. Für ein Kernkraftwerk macht Uran nur einen relativ geringen Teil der gesamten Betriebskosten aus; eine unzureichende Sicherung der Brennstoffversorgung kann jedoch enorme Folgen haben.

Aus diesem Grund hat für die Versorgungsunternehmen Zuverlässigkeit Vorrang vor dem Preis. Uranangebot lässt sich nicht kurzfristig schaffen. Bis eine neue Mine tatsächlich nennenswerte Mengen auf den Markt bringt, können zwanzig Jahre für Genehmigungsverfahren, Finanzierung, Bau und Erschließung vergehen.

Bereits heute zeichnet sich ab, dass sich dringend benötigte Minenprojekte um Jahre verzögern. Doch die über 520 Reaktoren im Betrieb und im Bau MÜSSEN Treibstoff haben, egal zu welchem Preis – hinzukommen weltweit 450 Reaktoren in der Planungsphase!

Was den KI-Sektor betrifft, ist Strommangel der entscheidende Engpass, der eine ungehinderte Datacenter-Expansion ausbremst. KI-Computersysteme können nicht mit unzuverlässiger Stromversorgung aus Wind und Solar arbeiten! Sie benötigen eine garantierte, rund um die Uhr verfügbare Stromversorgung für ihre Rechenzentren und die zugehörigen Kühlsysteme.

Hyperscaler werden also noch stärker in Kernkraft investieren als je zuvor. Erstmals waren sämtliche Tech-Giganten zur World Nuclear Assocation im letzten September in London vertreten und zeigten großes Interesse an der Kernbrennstoff-Lieferkette. Es erscheint paradox, dass ausgerechnet der Sektor, der die ultimative Lösung für den KI-Sektor bietet, überproportional abgestraft wurde.


Ausgangslage stärkste aller Zeiten!

Die Ausgangslage ist die stärkste aller Zeiten: 38 Nationen haben sich inzwischen verpflichtet, die weltweite Kernenergiekapazität bis 2050 zu verdreifachen und arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines realisierbaren Plans, um die Kernenergie von rund 400 Gigawatt auf 1.200 Gigawatt in den nächsten 25 Jahren auszubauen. Der entscheidende Punkt: Während sich die Nachfrage laut World Nuclear Assocation bis 2040 voraussichtlich auf etwa 400 Millionen Pfund verdoppelt, droht sich das Angebot aus bestehenden Minen aufgrund der natürlichen Erschöpfung etwa zu halbieren!

Hinzu kommt, dass nahezu alle Produzenten aufgrund unzähliger Produktionsprobleme Schwierigkeiten haben, ihre Prognosen zu erreichen. Und schließlich hat Kazatomprom erklärt, dass die Primärversorgung aus ihren Minen 2029 ihren Höhepunkt erreichen wird. Cigar Lake (Cameco) wird Mitte der 2030er Jahre erschöpft sein. Husab, eine riesige chinesische Mine in Namibia, wird in den 2030er Jahren rückläufig sein. Rossing geht ebenfalls zu Neige. McArthur River prognostiziert einen Rückgang Ende der 2030er Jahre. Langer Heinrich endet gegen Ende der 2030er Jahre. Die steilen Abwärtskurven im nächsten Jahrzehnt führen zu einer ernsten Situation hinsichtlich der Uranversorgung.

Der Wettbewerb um zunehmend knappe Ressourcen bedeutet, dass Käufer gezwungen sein werden, Verträge zu Preisen zu unterzeichnen, die in dieser inflationären Umgebung leicht 200 Dollar/Pfund und höher überschreiten könnten.


Langfristiger Vertragsmarkt – der Countdown läuft!

Aurelion Research berichtet über einen der interessantesten Punkte bei ihren Investor-Calls, nämlich das Timing des nächsten Vertragszyklus. Uranaktien notierten schwächer in den letzten Monaten, da der Markt kurzfristig kein Angebotsdefizit erwartet. Während der Markt heute relativ ausgeglichen ist, wächst das Angebotsdefizit in den kommenden Jahren enorm:


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